Zerstörungsfreie Analyse von Metallartefakten. Eine Fallstudie

Oliver Hahn, Andrea Denker, Silke Merchel, Martin Radtke, Uwe Reinholz, Timo Wolff

Veröffentlicht in: Verborgenes Wissen. Innovation und Transformation feinschmiedetechnischer Entwicklungen im diachronen Vergleich
Jahr: 2016
URN (PDF): urn:nbn:de:kobv:11-100242152
Shortlink: www.edition-topoi.org/articles/details/1013
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Abstract

Die naturwissenschatliche Analyse historischer Materialen ermöglicht die Beantwortung kulturhistorischer Fragestellungen, die mit kunsthistorischen oder archäologischen Ansätzen allein nicht zu leisten sind. In dieser Studie wurden sechs römische Münzen mit unterschiedlich stark ausgeprägten Korrosionsschichten an unbehandelten und polierten Stellen mit vier zerstörungsfreien analytischen Methoden untersucht: Hoch- und Niederenergie Protonen Induzierter Röntgenemission (HE-/NE-PIXE), synchrotronbasierte Röntgenfluoreszenzanalyse (Sy-RFA) und Mikro-Röntgenfluoreszenzanalyse (Mikro-RFA) mit einem mobilen Gerät. Aufgrund von Unterschieden in den Messbedingungen und dem Einfluss der Patina-Schichten auf diese ergaben sich nur für wenige Elemente Übereinstimmungen in den quantitativen Daten. Zur Validierung zuküntiger Messkampagnen mit verschiedenen Methoden sind daher Vergleichstudien unerlässlich.

Autoren

Oliver Hahn

Oliver Hahn studierte Chemie und Kunstgeschichte an der Universität zu Köln und promovierte in Physikalischer Chemie 1996. Er habilitierte 2011 im Bereich der Umweltchemie mit dem Thema „Zerstörungsfreie Charakterisierung von schwarzen Schreib- und Zeichenmaterialien“. Seit 2007 ist er Leiter der Arbeitsgruppe Kunst- und Kulturgutanalyse in der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung.

Andrea Denker

Andrea Denker studierte Physik an der Universität Stuttgart, Promotion 1994. Seit 1997 war sie am Aufbau des Hochenergie-PIXE Messplatzes für archäometrische Messungen am Hahn-Meitner-Institut beteiligt. 2007 wurde sie Leiterin der Abteilung Protonentherapie am Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie.

Silke Merchel

Silke Merchel studierte Chemie an der Universität zu Köln, Promotion 1998. Ihre Forschungsinteressen umfassen: Analyse langlebiger kosmogener Radionuklide, Isolierung und Identifikation interstellarer Materie, Nutzung ionisierender Strahlung für die analytische Chemie und Ressourcenanalytik. Neben zahlreichen Forschungsaufenthalten arbeitete sie am MPI für Chemie in Mainz, der BAM in Berlin und dem CNRS-Institut CEREGE in Aix-en- Provence. Seit 2008 ist sie am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) wissenschaftlich tätig.

Martin Radtke

Martin Radtke studierte Physik an der Universität Hamburg, Promotion 2000 am HASYLAB in Hamburg. Seit 2000 ist er an der BAMline der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung am Berliner Elektronenspeicherring für Synchrotronstrahlung BESSY II zuständig für Röntgenfluoreszenzmessungen.

Uwe Reinholz

Uwe Reinholz studierte Physik an der Technischen Universität Dresden, Promotion 2007. Er arbeitet als Wissenschaftler im Bereich Strukturanalytik der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung an der BAMline am Berliner Elektronenspeicherring für Synchrotronstrahlung BESSY II. Forschungsschwerpunkte sind Anwendungen der Mikro-Röntgenfluoreszenzanalytik, der Röntgenabsorptionsspektrometrie und der röngenfluoreszenz-basierten Bildgebung.

Timo Wolff

Timo Wolff studierte Physik an der Technischen Universität Berlin, Promotion 2009. Im Rahmen seiner Promotion an der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung und der TU Berlin entwickelte er eine Fundamentalparameter basierte Quantifizierung für die Mikro- Röntgenfluoreszenzanalyse. Nach Post-Doc Aufent- halten an der BAM und der TU Berlin arbeitet er seit Mai 2012 als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Firma Bruker Nano GmbH, Berlin.

 


Citation

Oliver Hahn, Andrea Denker, Silke Merchel, Martin Radtke, Uwe Reinholz and Timo Wolff, "Zerstörungsfreie Analyse von Metallartefakten. Eine Fallstudie", in: Barbara Armbruster, Heidemarie Eilbracht, Oliver Hahn and Orsolya Heinrich-Tamáska (Eds.), Verborgenes Wissen. Innovation und Transformation feinschmiedetechnischer Entwicklungen im diachronen Vergleich, Berlin: Edition Topoi, 2016, 117—137
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