Verborgenes Wissen. Innovation und Transformation feinschmiedetechnischer Entwicklungen im diachronen Vergleich

Barbara Armbruster, Heidemarie Eilbracht, Oliver Hahn, Orsolya Heinrich-Tamáska (eds.)

Reihe: Berlin Studies of the Ancient World. Vol. 35
Jahr: 2016
Seiten: 290
Preis: 49,90
URN (PDF): urn:nbn:de:kobv:188-fudocsdocument000000024684-8
Shortlink: www.edition-topoi.org/books/details/1008
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Abstract

Der vorliegende Band versammelt die Beiträge eines internationalen Workshops, der unter gleichem Titel im Jahr 2011 in Berlin stattfand. Er stellte die erste Initiative des kurz zuvor gegründeten „Netzwerks Archäologisch-Historisches Metallhandwerk (NAHM)“ dar und wurde im Verbund mit dem Exzellenzcluster Topoi durchgeführt. Die Aufsätze widmen sich den Feinschmiedetechniken metallener Objekte und behandeln ausgewählte Fundgruppen und Fragestellungen aus der Sicht der Archäologie, der Metallkunde, den Naturwissenschaften sowie der Restaurierungspraxis. Die Erschließung eines „Verborgenen Wissens“ zielt auf die Rekonstruktion des technologischen Knowhow. Dessen Bestimmung ermöglicht weiterführende Fragen und Antworten nach der sozialen Organisation des Handwerks oder nach Werkstattkreisen. Für das umfassende Verständnis der einem Objekt zugrundeliegenden chaîne opératoire ist eine interdisziplinäre Herangehensweise unerlässlich. Dies spiegelt sich in der Vielfalt der angewandten Methoden in den elf Beiträgen wider. Die Autorinnen und Autoren spannen zudem einen weiten chronologischen Bogen von der Bronzezeit bis in die Neuzeit, der zu einer vergleichenden Betrachtung einlädt.

Inhalt

Herausgeber

Barbara Armbruster

Barbara Armbruster (Promotion 1996, Habilitation 2008) studierte Vor- und Frühgeschichte und Völkerkunde an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.  Von 1996 bis 2000 war sie Mitarbeiterin des Archäologischen Landesmuseums Schleswig. Seit 2000 ist sie am am CNRS, Forschungslabor TRACES Toulouse tätig; 2012 wurde sie dort Forschungsdirektorin. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind: technologische und typologische Entwicklung des Feinschmiedehandwerks vom Spätneolithikum bis zum Mittelalter, Ethnoarchäologie sowie Experimentelle Archäologie.

Heidemarie Eilbracht

Heidemarie Eilbracht studierte Ur- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie und Geschichte in Münster, Westfalen. Bis 2011 arbeitete sie in verschiedenen Positionen in der Bodendenkmalpflege und in anderen wissenschaftlichen Institutionen. Seit 2012 ist sie in einem internationalen Projekt zur Archäologie des westlichen Baltikums am Museum für Vor- und Frühgeschichte in Berlin tätig und lehrt darüber hinaus am Institut für Prähistorische Archäologie der Freien Universität Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen zum einen im Bereich der Forschungsgeschichte, zum anderen in der Erforschung des Metallhandwerks, insbesondere des frühen Mittelalters und der Wikingerzeit. Gemeinsam mit Kollegen hat sie das Netzwerk Archäologisch-Historisches Metallhandwerk (NAHM) initiiert.

Oliver Hahn

Oliver Hahn studierte Chemie und Kunstgeschichte an der Universität zu Köln und promovierte in Physikalischer Chemie 1996. Er habilitierte 2011 im Bereich der Umweltchemie mit dem Thema „Zerstörungsfreie Charakterisierung von schwarzen Schreib- und Zeichenmaterialien“. Seit 2007 ist er Leiter der Arbeitsgruppe Kunst- und Kulturgutanalyse in der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung.

Orsolya Heinrich-Tamáska

Orsolya Heinrich-Tamáska studierte Ur- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie und mittelalterliche Geschichte an der Freien Universität zu Berlin, an der Humboldt-Universität zu Berlin, an der Philipps- Universität Marburg und an der Universität Wien. Daran anschließend folgte ein postgraduales Studium im Schutz europäischer Kulturgüter. 2004 promovierte sie zum Thema “Die Einlagetechniken der Früh- und Mittelawarenzeit”. Seit 2006 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Geisteswissenschaftlichen Zentrum, Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas. 2012 erhielt sie ein Feodor-Lynen-Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung. Ihr Arbeitsschwerpunkte sind: Spätantike und frühes Mittelalter, Siedlungs- und Landschaft sarchäologie, Erforschung spätantik-frühmittelalterlicher Feinschmiedehandwerk und Ornamentik.


Citation

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