Formfeinpunzen. Eine chorologische und chronologische Übersicht anhand von Einzelbeispielen

Barbara Niemeyer

Veröffentlicht in: Verborgenes Wissen. Innovation und Transformation feinschmiedetechnischer Entwicklungen im diachronen Vergleich
Jahr: 2016
DOI: 10.17171/3-35-7
URN (PDF): urn:nbn:de:kobv:11-100242183
Shortlink: www.edition-topoi.org/articles/details/1015
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Abstract

Ziel jeden Punzenvergleiches ist es, Objekte mit identischen Werkzeugabdrücken zu identifizieren, um eine Feinschmiedewerkstatt postulieren zu können. Nach einer Begriffsklärung wird die Untersuchungsmethodik mit Hilfe von schnell abbindendem Zahnarztsilikon beschrieben und ein Überblick über vergleichbare Untersuchungen und deren Ergebnisse gegeben. Insbesondere die frühkaiserzeitlichen Silbergefäße des Hildesheimer Silberfundes und des skythischen Goldfundes von Vettersfelde, die beide in der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin SPK verwahrt werden, wurden eingehend beobachtet. Palmettenpunzen scheinen ausschließlich in der Vesuvgegend eingesetzt worden zu sein. Tropfenförmige Punzen konzentrieren sich das 2. und 3. Jahrhundert n. Chr. Eierstabpunzen in zwei Qualitätstypen haben eine extrem lange Verwendungszeit beginnend mindestens im 6. Jahrhundert v. Chr. Kreis- und Halbkreispunzen sind die einfachsten und daher wohl die variantenreichsten Typen. Deutlich wird aber, dass in allen Epochen ein gewisser Typenkanon von Formfeinpunzen zum Arbeitsgerät eines Feinschmiedes gehörte.

Autoren

Barbara Niemeyer

Barbara Niemeyer ist ausgebildete Goldschmiedegesellin mit Zusatzausbildung zur Restauratorin archäologischen Kulturgutes am Römisch-Germanischen Zentralmuseum, Mainz. Sie war Restauratorin im Atelier de Restauration, Vienne, und im National Museum of Wales, Cardiff. Später wurde sie Research Assistant, UCL Institute of Ar- chaeology, gleichzeitig Assistant Conservator am English Heritage Ancient Monuments Laboratory. Seit 1992 ist sie Edelmetallrestauratorin in der Antikensammlung SMB. In 2003 erhielt sie ein Magister Artium der Ur- und Frühgeschichte und Klassischen Archäologie von der Humboldt-Universität zu Berlin. Daran anschließend promovierte sie am Institut für Prähistorische Archäologie der Freie Universität Berlin.


Citation

Barbara Niemeyer, "Formfeinpunzen. Eine chorologische und chronologische Übersicht anhand von Einzelbeispielen", in: Barbara Armbruster, Heidemarie Eilbracht, Oliver Hahn and Orsolya Heinrich-Tamáska (Eds.), Verborgenes Wissen. Innovation und Transformation feinschmiedetechnischer Entwicklungen im diachronen Vergleich, Berlin: Edition Topoi, 2016, 163—181
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