Finds decorated with garnets from Early Avar contexts in the light of their cell techniques

Orsolya Heinrich-Tamáska

Veröffentlicht in: Verborgenes Wissen. Innovation und Transformation feinschmiedetechnischer Entwicklungen im diachronen Vergleich
Jahr: 2016
DOI: 10.17171/3-35-8
URN (PDF): urn:nbn:de:kobv:11-100242192
Shortlink: www.edition-topoi.org/articles/details/1016
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Abstract

Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit den frühawarenzeitlichen (Ende des 6. und erste Hälfte des 7. Jahrhunderts), mit Granat verzierten Metallobjekten aus der Sicht ihrer Einlagetechniken. Einlagen dieser Art kommen ausschließlich auf Edelmetallobjekten vor; dies verweist auf die Wertschätzung dieses Steines. Neben standard cloisonné konnten ein- und mehrzellige angelötete Kastenfassungen und durchbrochene Fassungen (pseudo cloisonné, champlevé á jour) sowie ein- und mehrzellige eingetiefte Fassungen (standard champlevé) unterschieden werden. Sie stehen im Einzelnen für unterschiedliche Werkstatttraditionen und ermöglichen es, das Fundmaterial in drei Gruppen zu unterteilen: Es kommen eine Gruppe von Funden vor, die merowingisch-germanische Beziehungen andeuten, sowie zwei Gruppen, die auf spätantik-byzantinische Traditionen zurückzuführen sind. Künftige Forschungen könnten zeigen, ob diese Unterteilung auch auch mehrere, voneinander abweichende Distributionskreise der Granatversorgung widerspiegelt.

Autoren

Orsolya Heinrich-Tamáska

Orsolya Heinrich-Tamáska studierte Ur- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie und mittelalterliche Geschichte an der Freien Universität zu Berlin, an der Humboldt-Universität zu Berlin, an der Philipps- Universität Marburg und an der Universität Wien. Daran anschließend folgte ein postgraduales Studium im Schutz europäischer Kulturgüter. 2004 promovierte sie zum Thema “Die Einlagetechniken der Früh- und Mittelawarenzeit”. Seit 2006 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Geisteswissenschaftlichen Zentrum, Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas. 2012 erhielt sie ein Feodor-Lynen-Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung. Ihr Arbeitsschwerpunkte sind: Spätantike und frühes Mittelalter, Siedlungs- und Landschaft sarchäologie, Erforschung spätantik-frühmittelalterlicher Feinschmiedehandwerk und Ornamentik.


Citation

Orsolya Heinrich-Tamáska, "Finds decorated with garnets from Early Avar contexts in the light of their cell techniques", in: Barbara Armbruster, Heidemarie Eilbracht, Oliver Hahn and Orsolya Heinrich-Tamáska (Eds.), Verborgenes Wissen. Innovation und Transformation feinschmiedetechnischer Entwicklungen im diachronen Vergleich, Berlin: Edition Topoi, 2016, 183—219
BibTeX
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