The Textile Revolution. Research into the Origin and Spread of Wool Production between the Near East and Central Europe

Cornelia Becker, Norbert Benecke, Ana Grabundžija, Hans Christian Küchelmann, Susan Pollock, Wolfram Schier, Chiara Schoch, Ingo Schrakamp, Brigitta Schütt, Martin Schumacher

Veröffentlicht in: Space and Knowledge
Jahr: 2016
DOI: 10.17169/FUDOCS_document_000000025988
Shortlink: www.edition-topoi.org/articles/details/1092
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Abstract

The objective of the research group  (A-4) Textile Revolution is to contribute to research on the still largely unclear introduction of wool production in later Neolithic and Chalcolithic societies from Western Asia to Central Europe. Since direct evidence of wool depends on rare conditions of preservation,a multi-proxy approach based on different kinds of indirect evidence was chosen. The previous history of research on early wool production as well as the domestication history of sheep are reviewed briefly. Anthropogenic impacts on the landscape, possibly related to intensified grazing, are one kind of indirect evidence that we take into account. For the later part of the presumably long-lasting development of wool production, written sources are available, the earliest of which date to the Late Uruk and Jemdet Nasr periods (end of the 4th to beginning of the 3rd millennium BCE) in Mesopotamia. Indirect archaeological evidence consists of the tools used in textile production, among which spindle whorls and loom weights occur most frequently. Since they are not a priori specific to the type of fibre, be it linen or wool, statistical evaluations of metric data are necessary. Zooarchaeological analysis of large samples of animal bones from a wide spectrum of sites and time slices is a further crucial element of our multiproxy approach. Both the demographic composition of herds and metric data indicating changes in animal size can yield indirect evidence for incipient or increasing importance of wool production. This article offers an overview of these different sources and methods, specific to the disciplines involved, and presents some preliminary results.

Autoren

Cornelia Becker

Cornelia Becker (Dr.rer.nat., Kiel 1978), ist seit 1983 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für prähistorische Archäologie an der Freien Universität Berlin. Forschungsschwerpunkte: Studium der Archäobiologie, Analyse von Tierknochen aus Grabungen in Deutschland und im Ausland (vom Neolithikum bis zum Mittelalter und der Neuzeit). Ihr wissenschaftliches Interesse konzentriert sich auf Subsistenzstrategien, die Evolution von Tierpopulationen in der Vorgeschichte sowie die Herstellung von Artefakten.

Norbert Benecke

Norbert Benecke (Dr. rer. nat., Berlin 1984), Habilitation (Halle/Saale 1992), ist Leiter der Abteilung Naturwissenschaften am Deutschen Archäologischen Institut und Spezialist im Bereich Archäozoologie. Seine Forschungsinteressen umfassen Ausbeutung von Tieren von prähistorischen Völkern in verschiedenen Landschaftszonen Eurasiens (vom Neolithikum bis zur Eisenzeit), Tierdomestikationen in prähistorischen Zeiten sowie die Umweltgeschichte Eurasiens.

Ana Grabundžija

Ana Grabundzija (M.A., Zagreb 2010), hat in Zagreb Anthropologie und Archäologie studiert. Sie ist Doktorandin am Institut für prähistorische Archäologie der Freien Universität Berlin und Master-Studentin der Geographie an der Fakultät für Naturwissenschaften und Mathematik an der Universität von Zagreb. Derzeit recherchiert sie für ihre Dissertation die archäologischen Zeugnisse der Wollverarbeitung als Teil ihres Topoi-Fellowships. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Kupferzeit in Südost- und Zentral-Europa und Textilarchäologie.

Hans Christian Küchelmann

Hans Christian Küchelmann hat an der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg Biologie studiert. Nach seinem Diplom 1997 machte er sich mit einem Labor für Archäozoologie und Taphonomie selbstständig. Seitdem erforscht er archäozoologische Sammlungen aus verschiedenen Orten; wie zum Beispiel die bronzezeitliche Siedlung in Daverden, die urartäische Festung von Aramus; Armenien, die phönizische Siedlung von Mogador; Marokko, römische Siedlungen von Bentumersiel; Jemgumkloster und Moers-Schwafheim und verschiedene mittelalterliche und frühneuzeitliche nordgermanische Plätze. Von 2008 bis 2012 hat er Ausstellungen zu verarbeiteten Knochen in den Museen von Aschaffenburg, Bremerhaven und Vechta kuratiert.

Susan Pollock

Susan Pollock (Phd, University of Michigan) ist Professorin am Institut für Vorderasiatische Archäologie der Freien Universität Berlin. Ihre Forschungen stützen sich auf feministische und politisch-ökonomische Ansätze, wobei sie sich in den letzten Jahren vor allem mit Subjektivierungstheorien und Kommensalität beschäftigt hat. Sie ist ebenso in der Archäologie des 20. Jahrhunderts aktiv und führte Feldforschungen auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof durch sowie auf anderen Fundstellen des 20. Jahrhunderts in und um Berlin. Des Weiteren führte sie Ausgrabungen im Irak, Iran, der Türkei und in Turkmenistan durch.

Wolfram Schier

Wolfram Schier ist Professor für Prähistorische Archäologie an der Freien Universität Berlin. Er hat an den Universitäten von München, Saarbrücken und Oxford studiert und wurde 1985 promoviert. Er ist Mitglied bei Topoi und arbeitet in den Forschungsgruppen (A-2) The Political Ecology of Non-sedentary Communities und (A-4) Textile Revolution . Er erforscht Süd- und Mitteleuropa im Neolithikum, die Sozialstruktur und den sozialen Wandel während der europäischen Eisenzeit und die diachrone und komparative Archäologie von Siedlungsstrukturen und Landschaften.

Chiara Schoch

Chiara Schoch (M.A. 2010) hat an der Freien Universität Berlin vorderasiatische Archäologie studiert. Von 2010 bis 2012 war sie wissenschaftliche Assistentin innerhalb eines Forschungsprojektes zu Bergbau und Metallurgie in Anatolien am Deutschen Bergbau-Museum in Bochum. Seit 2012 ist sie Promotionsstipendiatin am Exzellenzcluster Topoi innerhalb der Forschergruppe (A-4) Textile Revolution. Ihre Dissertation beschäftigt sich mit der frühen Nutzung von Wolle in Mesopotamien.

Ingo Schrakamp

Ingo Schrakamp ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Altorientalistik der Freien Universität Berlin. Seine Arbeit umfasst Sumerologie, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Chronologie und historische Geographie Mesopotamiens im 3. Jahrtausend v. Chr. sowie Lexikographie und Militärgeschichte.

Brigitta Schütt

Nachdem Brigitta Schütt an den Universitäten Trier und Bonn physikalische Geographie lehrte, wurde sie 2002 als ordentliche Professorin an das Institut für Geographie der Freie Universität Berlin berufen. 2010 folgte die Ernennung zur Vizepräsidentin der Freien Universität. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Bodenerosion, jungquartäres Paläoklima, Paläohydrologie, Morphodynamik, Trockengebietsmorphologie und Watershed Management.

Martin Schumacher

Martin Schumacher (Dipl. Geogr.) ist seit 2012 Doktorand in der Topoi-Forschergruppe (A-4) The Textile Revolution. Innerhalb seiner Forschung beschäftigt er sich mit dem Einfluss der intensivierten Schaftzucht auf die Landschaft zwischen Nordmesopotamien und dem nordöstlichen Europa.  Schumacher nimmt am Promotionsprogramm “Landscape Archaeology and Architecture (LAA)” an der Berlin Graduate school of Ancient Studies (BerGSAS) teil.


Citation

Cornelia Becker, Norbert Benecke, Ana Grabundžija, Hans Christian Küchelmann, Susan Pollock, Wolfram Schier, Chiara Schoch, Ingo Schrakamp, Brigitta Schütt and Martin Schumacher, "The Textile Revolution. Research into the Origin and Spread of Wool Production between the Near East and Central Europe", in: Space and Knowledge. Topoi Research Group Articles, eTopoi. Journal for Ancient Studies, Special Volume 6 (2016), 102–151
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