The Centrality of Aleppo and its Environs

Daniel Knitter, Oliver Nakoinz, Roswitha Del Fabbro, Kay Kohlmeyer, Brigitta Schütt, Michael Meyer

Veröffentlicht in: Volume 3
Jahr: 2014
Shortlink: www.edition-topoi.org/articles/details/748
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Abstract

Die Studie analysiert anhand räumlicher Statistik das Verhältnis zwischen Aleppo und den die Stadt umgebenden Siedlungen. Auf Basis einer theoretischen Erweiterung des Begriffs “Zentraler Ort’ ist es möglich, Aleppos zentralen Charakter darzustellen. Die Stadt diente als lokales Zentrum für Austausch und Kult. Im regionalen und überregionalen Kontext profitierte die Stadt von ihrer topographischen Lage, die Funktionen des Handels und Handwerks konzentrierte. Die Kombination der zentralen Funktionen Aleppos auf verschiedenen Skalen kann als Grund für die diachrone Bedeutung des Ortes, im Vergleich zu anderen Städten des mittleren Ostens, verstanden werden. Die Studie zeigt, dass diese Kombination aus Funktionen der Grund dafür war, dass Aleppo, anders als vergleichbar wichtige Städte im Mittleren Orient, seine zentrale Bedeutung langfristig sichern konnte.

Autoren

Daniel Knitter

Daniel Knitter promovierte 2013 zum Thema “Archaeological Predictive Modeling of Prehistoric and Historic Settlement Locations in the Surroundings of the Late Ancient Imperial Palace Felix Romuliana”, nachdem er 2009 einen Master in Geographie erworben hat. Zwischen 2009 und 2010 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Topoi Research Group (A-I-9) Monti Navegna e Cervia. Seit 2013 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Koordinator der Topoi Research Area (A) Spatial Environment. Seine Forschungsinteressen liegen in den Bereichen Mensch-Umwelt-Beziehungen, vor allem in Bezug auf geomorphologische Prozesssysteme sowie die (prä)historische Landschaftsentwicklung unter menschlichem Einfluss und theoretische Geographie.

Oliver Nakoinz

Oliver Nakoinz promovierte 2004 zum Thema “Studien zur räumlichen Abgrenzung und Strukturierung der älteren Hunsrück-Eifel-Kultur”. Danach war er bis 2008 im Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg angestellt. Am Institut für Ur- und Frühgeschichte der Christian-Albrechts-Universität Kiel forschte er von 2008 bis 2010 im Projekt “Siedlungshierarchien und kulturelle Räume” des DFG SPP 1171. Nach einer Anstellung im Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein wurde er 2011 Senior Fellow am Exzellenzcluster Topoi. Seit 2012 ist er Post-doctoral Fellow an der Kieler Graduiertenschule “Human developement in landscape”. Seine Forschungsinteressen liegen in den Bereichen  quantitative Archäologie, Modell in der Archäologie, archäologische Theorie, Eisenzeit, Zentrale Orte Theorie, Kulturtheorie, Räumliche Analysen, Landschaftsarchäologie, Interaktionsmodelle, Diffusion, Kommunikation und Transport, Netzwerkanalyse, Schiffsarchäologie, Unterwasserarchäologie und maritime Landschaften.

Roswitha Del Fabbro

Roswitha Del Fabbro promovierte 2012 bei der Topoi Forschergruppe (A-I) Central Places and their Environment zum Thema “Archaeological and geoarchaelogical investigation of the Aleppo hinterland”. 2008 erwarb sie einen Master in Archäologie an der Universität Undine Italien. Nebenbei nahm sie an verschiedenen archäologischen Ausgrabungen in Syrien (Mishrifeh/Qat- na: Ausgrabung), der Türkei (Yassihöyük: Survey), und Italien  (Aquileia, San Benedetto dei Marsi, Poggibonsi/Poggio Imperiale, Variano: Ausgrabung) teil.

 

 

Kay Kohlmeyer

Kay Kohlmeyer ist Professor für Grabungstechnik und lehrt und forscht seit 1994 an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin. Von 1985-1990 und 1993-1994 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Deutschen Orient-Gesellschaft, im Museum für Vor- und Frühgeschichte und im Deutschen Archäologischen Institut Damaskus. Er ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Ludwig Boltzmann Instituts für archäologische Prospektion und virtuelle Archäologie, Wien und des Lenkungsausschusses des “Aga Khan Trust” für das Culture-Project “The long-term rehabilitation of the Citadel of Aleppo”. Derzeit arbeitet er an Ausgrabungen auf der Zitadelle von Aleppo (Syrien) und in Anuradhapura (Sri Lanka) und ist beteiligt am “Conana survey project” (Türkei).

Brigitta Schütt

Nachdem Brigitta Schütt an den Universitäten Trier und Bonn physikalische Geographie lehrte, wurde sie 2002 als ordentliche Professorin an das Institut für Geographie der Freie Universität Berlin berufen. 2010 folgte die Ernennung zur Vizepräsidentin der Freien Universität. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Bodenerosion, jungquartäres Paläoklima, Paläohydrologie, Morphodynamik, Trockengebietsmorphologie und Watershed Management.

Michael Meyer

Michael Meyer ist Professor für Prähistorische Archäologie an der Freien Universität Berlin. Seit Februar 2011 ist er Sprecher des Exzellenzclusters Topoi. Aktuell führt er Projekte zu den Anfängen der Eisenverhüttung und zu Migrationen während der Eisenzeit durch. Er leitet überdies die Ausgrabungen auf dem Römischen Schlachtfeld am Harzhorn in Niedersachsen. Michael Meyer ist Vorsitzender der AGIBB (Archäologische Gesellschaft in Berlin und Brandenburg e. V.) und Mitglied der Römisch-Germanischen Kommission sowie des Deutschen Archäologischen Instituts.


Citation

Daniel Knitter, Oliver Nakoinz, Roswitha Del Fabbro, Kay Kohlmeyer, Brigitta Schütt and Michael Meyer, "The Centrality of Aleppo and its Environs", in: eTopoi. Journal for Ancient Studies, Volume 3 (2014), 107-127
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  publisher = {Berlin: Exzellenzcluster 264 Topoi},
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